14.09.2026
Klare Haltung in Wahlzeiten: Warum berufsethische Werte unteilbar sind
Die Entwicklungen im Vorfeld der aktuellen Wahlen – wie in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen – verdeutlichen eindrücklich: Die Werte einer offenen, solidarischen und demokratischen Gesellschaft werden in Frage gestellt. Für den Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. (DBSH) ist klar: Professionelle Haltung endet nicht am Feierabend.
Die Grundsätze unserer Profession sind in der Definition der Sozialen Arbeit und unserer Berufsethik zugrunde gelegt.
- Unantastbarkeit der Menschenwürde:
Soziale Arbeit verpflichtet sich international gültigen Menschenrechtsstandards und dem Schutz aller Bevölkerungsgruppen vor Ausgrenzung und Diskriminierung. Politische Positionen und die Rhetorik von rechtsextremistischen Parteien widersprechen diesen ethischen Grundsätzen diametral. - Klare Kante gegen Rechtsextremismus:
Der DBSH positioniert sich explizit gegen völkische, rassistische und antisemitische Bestrebungen. Wer für eine Partei kandidiert, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft oder beobachtet wird, kann nicht gleichzeitig die Werte des Berufsverbandes vertreten. - Schutz des Verbandsauftrags:
Eine Mitgliedschaft in und Kandidatur für rechtsextremistische Parteien beschädigt die Glaubwürdigkeit und den Auftrag des DBSH als Fach- und Berufsverband nachhaltig.
Jetzt Zivilcourage und Engagement zeigen!
Die Entscheidungen an den Wahlurnen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und darüber hinaus bestimmen maßgeblich die Rahmenbedingungen für das soziale Miteinander und die tägliche Arbeit in den sozialen Einrichtungen vor Ort.
Wir rufen alle Kolleg*innen, Wegbegleiter*innen und Bürger*innen dazu auf:
- Verantwortung an der Wahlurne zu übernehmen: Macht von Eurem Stimmrecht Gebrauch und unterstützt Parteien, die sich unmissverständlich zum Grundgesetz, den Menschenrechten und einem starken Sozialstaat bekennen.
- Im Alltag widersprechen: Tretet Diskriminierung, Ausgrenzung und antidemokratischer Hetze am Arbeitsplatz, im Quartier und im privaten Umfeld entschlossen entgegen.
- Gemeinsam laut sein: Bringt Euch in Berufsverbänden, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Bündnissen ein, um der Sozialen Arbeit eine starke Stimme zu verleihen.
Soziale Arbeit ist politisch – und sie bleibt demokratisch, solidarisch und menschenrechtsorientiert.